The Link between Trauma & Beauty

Wie sich Trauma auf die Schönheit auswirkt

Melvina Markmann

Dein Körper birgt Erinnerungen.
Deine Haut erzählt eine Geschichte.
Aber was passiert, wenn diese Geschichten und Erinnerungen durch Trauma geprägt sind?

Ein Trauma wirkt sich nicht nur auf das geistige und emotionale Wohlbefinden aus, sondern setzt sich tief in unserem Körper fest und prägt die Art und Weise, wie wir uns fühlen, wie wir uns verhalten und sogar die Welt um uns herum wahrnehmen; es hinterlässt Spuren in unserem Körper, beeinflusst unsere Haut, unsere Haare, unsere Körperhaltung, die Art, wie wir uns bewegen, und kann sogar zu Krankheiten führen.

In seinem bahnbrechenden Buch The Body Keeps the Score gibt Dr. Bessel van der Kolk überzeugende Einblicke in die Auswirkungen von Traumata auf den menschlichen Körper und Geist, mit tiefgreifenden Folgen für das allgemeine Wohlbefinden.

Dieser Blog befasst sich mit den wichtigsten Ideen aus dem Buch und lässt Raum zum Nachdenken darüber, wie sie sich mit körperlicher Erscheinung und Schönheit überschneiden könnten.

Was ist Trauma?

Bei einem Trauma geht es nicht nur um vergangene Ereignisse, sondern speziell darum, wie diese Ereignisse einen bleibenden Eindruck in unserem Körper und unserem Geist hinterlassen und sich noch lange nach dem Ereignis auf unser Erleben auswirken.

Wie Bessel van der Kolk erklärt:

„Trauma ist nicht nur ein Ereignis, das irgendwann in der Vergangenheit stattgefunden hat, sondern auch der Abdruck, den diese Erfahrung in Geist, Gehirn und Körper hinterlässt.“

Ein Trauma wirkt sich auf das Nervensystem, die Hormone und die allgemeine körperliche Gesundheit aus - alles Faktoren, die eng mit Schönheit und Wellness verbunden sind.

Trauma und das Gehirn: Die Geiselnahme des Geistes

Van der Kolk erklärt, dass ein Trauma die Art und Weise, wie das Gehirn Informationen verarbeitet, grundlegend verändert, insbesondere in Bereichen, die für die Selbstregulierung und Entscheidungsfindung verantwortlich sind.

Die Amygdala, das Angstzentrum des Gehirns, wird hyperaktiv, während der präfrontale Kortex, der für rationales Denken und emotionale Regulierung zuständig ist, in Stressmomenten oft ausgeschaltet wird.

Dieses Ungleichgewicht führt zu erhöhter Hypervigilanz, Ängsten und Schwierigkeiten bei der Verarbeitung von Emotionen.

Im Laufe der Zeit können diese neurologischen Veränderungen dazu führen, dass man sich nicht mehr geerdet oder wohl fühlt und ein Gefühl der Abkopplung vom eigenen Körper und der Umgebung entsteht. Man dissoziiert. 

„Solange man Geheimnisse hat und Informationen unterdrückt, befindet man sich im Grunde genommen im Krieg mit sich selbst“.
- Bessel van der Kolk

Dieser innere Konflikt, bei dem der Verstand das Trauma verdrängt, während sich der Körper daran erinnert, erzeugt eine Kaskade von Stresshormonen, die sowohl die psychische als auch die körperliche Gesundheit beeinträchtigen.

Der Körper erinnert sich

Eines der auffälligsten Konzepte von The Body Keeps the Score ist, dass ein Trauma im Körper ebenso viele Spuren hinterlässt wie im Geist. 

Chronischer Stress durch ein unverarbeitetes Trauma kann sich auf unterschiedlichste Weise äußern, mitunter:

  • Verspannungen in den Muskeln: Der Körper speichert den Stress oft in Form von angespannten Schultern, zusammengebissenen Kiefern oder einem unablässigen Gefühl der körperlichen Anspannung. Dies kann sich auch in einem angespannten Zwerchfell und flachen Atemmustern zeigen.
  • Haltung: Eine gekrümmte Haltung, eine Art Schutzreaktion kann chronisch werden.
  • Verdauungsprobleme: Ein Trauma stört die Verbindung zwischen Darm und Gehirn, was zu Problemen wie dem Reizdarmsyndrom (IBS) oder chronischen Entzündungen führen kann.
  • Geschwächtes Immunsystem: Die chronische Aktivierung der körpereigenen Stressreaktion beeinträchtigt die Immunität und macht den Menschen anfälliger für Krankheiten.
  • Hormonelle Dysregulation: Ein erhöhter Cortisolspiegel - das Stresshormon - kann das empfindliche Gleichgewicht anderer Hormone im Körper stören.

Oft geraten Traumaopfer in einen chronischen Zustand der Dissoziation, in dem sie nicht in der Lage sind, ihren eigenen Körper oder ihre Gefühle zu spüren. Es ist, als ob sie von außen nach innen schauen und das Leben nicht mehr leben.

„Traumaopfer können sich erst dann erholen, wenn sie mit den Empfindungen in ihrem Körper vertraut und befreundet sind“.
- Bessel van der Kolk

Trauma und Gesichtsausdruck: Was verrät Dein Gesicht?

Dein Gesicht ist ein Fenster zu deinen Gefühlen, und ein Trauma hinterlässt oft auf subtile, aber tiefgreifende Weise seine Spuren.

Chronische Anspannung des Kiefers, gerunzelte Augenbrauen oder ein zurückhaltendes Auftreten können den Eindruck von Stress oder Erschöpfung erwecken.

„Traumaopfer sehen die Welt auf eine grundsätzlich andere Weise als andere Menschen. Für die meisten von ihnen ist es so, als ob ihr Körper zu einem Schlachtfeld geworden ist“, so van der Kolk.

Dieser innere Kampf zeigt sich äußerlich in der Körperhaltung, dem Gesichtsausdruck und sogar in der Hautfarbe.

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Trauma, Beziehungen und Selbstwahrnehmung

Trauma prägt auch die Art und Weise, wie Menschen sich selbst sehen und mit anderen interagieren.

Menschen, die ein Trauma erlebt haben, tragen oft ein tiefes Gefühl der Scham oder Unzulänglichkeit in sich, das ihr Selbstbild verzerren kann.

Van der Kolk beschreibt, wie Traumaüberlebende oft Bewältigungsmechanismen entwickeln, wie z. B. das Anpassen an andere, den Rückzug aus Beziehungen oder das Vermeiden von Verletzlichkeit, um sich vor weiterem Schaden zu schützen.

Diese Muster können zu Isolation und einem verminderten Selbstwertgefühl führen.

„Sich bei anderen Menschen sicher zu fühlen, ist wahrscheinlich der wichtigste Aspekt der psychischen Gesundheit; sichere Beziehungen sind die Grundlage für ein sinnvolles und befriedigendes Leben.“
- Bessel van der Kolk

Das Fehlen von Beziehungen und Selbstakzeptanz kann mit der Zeit die Fähigkeit beeinträchtigen, sich in seiner eigenen Haut wohl zu fühlen.

Heilung von Trauma: Den Körper zurückgewinnen

Van der Kolk betont, dass zur Genesung ein Gefühl der Sicherheit und der Verbundenheit mit dem Körper zurückgewonnen werden muss.

Dies bedeutet oft, dass Praktiken integriert werden müssen, die den Überlebenden helfen, das Trauma auf körperlicher und emotionaler Ebene zu verarbeiten.

Er hebt mehrere wirksame Ansätze hervor:

  1. Achtsamkeit und Meditation "Mindfulness": Diese Praktiken helfen dem Einzelnen, sich wieder mit dem gegenwärtigen Moment zu verbinden und das Bewusstsein für seinen Körper und seine Gefühle zu kultivieren.
  2. Somatische Therapien: Yoga, Tanz und andere körperorientierte Therapien helfen, im Körper gespeicherte Traumata zu lösen.
  3. Therapeutische Beziehungen: Sichere und unterstützende Beziehungen ermöglichen es dem Einzelnen, seine Erfahrungen zu verarbeiten und zu integrieren.
  4. Kreativer Ausdruck: Kunst, Musik und Schreiben können ein starkes Ventil sein, um tiefsitzende Emotionen zu erforschen und loszulassen.

    Und ich füge dieser Liste hinzu:

  5. Rituale der Selbstfürsorge: Indem du dich um dich selbst kümmerst, zeigst du dir selbst, das du für dich, dein inneres Kind und dein körperliches Wohlergehen, da bist. Du beruhigst deinen Körper über Berührungen, du lernst deinen Körper wieder mehr wahrzunehmen und baust so auf einfache und praktische Weise eine neue liebende Beziehung zu dir selbst auf. Gleichzeitig erlebst du den Genuss des körperlichen Erlebens. Da diese Rituale Teil deines alltäglichen Lebens sind, helfen sie dir diese Selbstliebe in deinen Alltag zu integrieren.

„Heilung bedeutet, alle Teile von uns selbst zu akzeptieren, einschließlich der Erinnerungen und Empfindungen, die wir einst versuchten, wegzuschieben.“
- Bessel van der Kolk

Soothin the Nervous System

Abschließender Gedanke

Die Auswirkungen eines Traumas sind weitreichend und berühren jeden Aspekt des Lebens eines Menschen.

The Body Keeps the Score erinnert uns daran, dass Heilung Geduld, Mitgefühl und die Bereitschaft erfordert, sich den Wunden zu stellen, die unter der Oberfläche verweilen.

Dieser Blog verbindet die Erkenntnisse aus dem Buch mit der heilenden Kraft von Self-Care Ritualen und lädt dich ein, darüber nachzudenken, wie sich diese Ideen auf Schönheit, Selbstfürsorge und die Reise zur Selbstakzeptanz beziehen könnten.

Selbstfürsorge ist nicht oberflächlich; sie ist ein Weg, um sich wieder mit dem inneren Licht zu verbinden und sein Strahlen zurückzugewinnen.

Indem du die Ursachen des Ungleichgewichts angehst, heilst du nicht nur deinen Geist, sondern transformierst dein ganzes Wesen. Und dies braucht keine grandiosen Heilungserlebnisse sondern geschieht durch in den Alltag integrierten Ritualen, die dich in deinem Körper und dem Hier & Jetzt erden, Tag für Tag.

Embrace Your Truth Unfold Your Beauty

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